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Wer hätte es gedacht, die richtige Atemtechnik kann heilen. Sie kann Schmerzen lindern, Verdauungsstörungen beheben und das Gehirn stärken. Je besser die Zellen nämlich mit Sauerstoff versorgt sind und je effektiver der Abtransport von Giftstoffen vollzogen wird, desto stärker und gesünder fühlen wir uns - sowohl körperlich als auch geistig. Gerade in einem stressigen Alltag kann der richtige Atemrhythmus zu einer verbesserten Energieversorgung und widerstandsfähigeren Gesundheit führen. Starte am besten gleich heute mit der richtigen Atemtechnik!

 

Der Atem schenkt Lebensenergie
Wir atmen, so lange wir leben. Wir atmen, ohne dass wir darüber nachdenken müssten. Wir atmen auch im Schlaf. Das geht deshalb, weil da jemand ist, der über unseren Atem wacht. Jemand, der nie schläft: Das Atemzentrum in unserem Gehirn. Es arbeitet unermüdlich und sorgt dafür, dass wir immerfort mit Sauerstoff versorgt sind und Kohlendioxid abgeben können. Das Atemzentrum spürt genau, in welcher Situation wir uns gerade befinden. Sind wir gestresst oder entspannt? Schlafen wir oder sind wir wach? Sitzen wir im Sessel oder rennen wir dem abfahrenden Bus hinterher? Entsprechend kümmert sich das Atemzentrum um uns und passt die Atemfrequenz und das Atemvolumen stets den Anforderungen an. Über verschiedene Nervenbahnen stellen Messstellen im Körper sicher, dass der "Gasaustausch" in der Lunge optimal funktioniert.

 

Der Atem passt sich an
Schließlich ist es für unser Überleben außerordentlich wichtig, dass wir immer über genug Sauerstoff verfügen. Im Gegenzug muss das Kohlendioxid als Abfallprodukt unserer Zellatmung wieder ausgeschieden werden. Bei erhöhter körperlicher Aktivität atmet man automatisch schneller.

 

Aber woher kommt das?
Der Körper braucht mehr Sauerstoff. Gleichzeitig muss die gestiegene Kohlendioxidbelastung wieder abgeatmet werden. Kommt man dann zur Ruhe, sinkt die Atemfrequenz wieder. Stress zerstört den natürlichen Atemfluss. Weil die Atmung unbewusst funktioniert und sich dem individuellen Lebensrhythmus anpasst, atmen viele Menschen nur oberflächlich und verkrampft. Denn andauernder Stress und Ängste können zu einer Atemfrequenz führen, die eigentlich nur in Fluchtsituationen erforderlich ist. "Richtig atmen" bedeutet, die Atemluft ohne Anstrengung durch den Körper fließen zu lassen. Der Atem sollte bis in den Bauch und das Becken strömen und auch im Rücken und Nierenbereich spürbar sein. Wer immer wieder zu schnell und oberflächlich atmet, versorgt seinen Körper einerseits mit weniger Sauerstoff, während andererseits auch zu wenig Kohlendioxid abgeatmet wird. Die Muskelanspannung steigt und der Körper nimmt weniger Schmerzreize wahr. Dieser Mechanismus ist in Ausnahmesituationen zwar hilfreich, aber in normalen Lebensumständen gerät der Körper jedoch auf Dauer in eine erschöpfende Mangelsituation.

 

Gesundheit beginnt mit der richtigen Atmung
Ein erwachsener Mensch atmet ungefähr zwölf Mal pro Minute. Die Art und Weise, wie er ein- und ausatmet, beeinflusst jedoch seine Gesundheit entscheidend. Viele Beschwerden können gelindert werden, wenn das Bewusstsein auf eine gesunde Atmung gerichtet wird. Wenn Angst und Stress uns förmlich "die Luft abschnüren" oder uns "vor Schreck der Atem stockt", erkennen wir, wie hoch der Einfluss äußerer Umstände auf unsere Atmung ist. Diese Erkenntnis dringt spätestens dann in unser Bewusstsein, wenn das natürliche Luftholen Probleme bereitet und die Atmung uns nicht mehr die Kraft gibt, die wir immer für selbstverständlich gehalten haben.

 

Falsche Atemtechnik führt zu Schmerz und Krankheit
Der amerikanische Lymphologe Dr. C. Samuel West kam in seinem Buch "The Golden Seven plus One" zu dem Schluss, dass ein gut durchblutetes und mit Sauerstoff versorgtes Lymphsystem die Grundlage für körperliche und geistige Energie und für eine stabile Gesundheit ist. Optimal mit Sauerstoff angereichertes Blut bleibt stets flüssig und kann schnell jede Zelle des Körpers erreichen. Auf seinem Rückweg kann es Gifte und Eiweiße mitnehmen und ausleiten. Laut Dr. West werden so Heilungsprozesse jeder Art bestmöglich unterstützt. Ist das Blut dagegen mit zu wenig Sauerstoff angereichert, kleben die Blutkörperchen zusammen und stauen sich mit Eiweißen zusammen im Lymphsystem. Die natürlichen Transportmechanismen werden empfindlich gestört. Gifte bleiben im Körper stecken und Mineralstoffe erreichen ihren Bestimmungsort nicht. Laut West können sich diese Gifte beispielsweise in den Gelenken ablagern und dort Schmerzen verursachen, die dann als Arthritis diagnostiziert werden. Ablagerungen in den Augen lösen eine Makuladegeneration aus oder werden zum grauen Star und Rückstände in den Blutbahnen zur Arteriosklerose. Die Stauungen in den Blutbahnen lassen den Sauerstoff nicht mehr ausreichend zirkulieren und die Zellen bleiben unterversorgt. Sie müssen sich stattdessen mit Giften auseinandersetzen, die sich in der Zwischenzellflüssigkeit einlagern. Dadurch schwellen verletzte Körperteile an und belastete Bereiche entzünden sich. Den entstehenden Schmerz erklärt Dr. West als eine Folge des massiven Sauerstoffmangels.

 

Bewegen und richtig Atmen
Tägliche Bewegung und bewusste Atemarbeit können den Körper aus der Stauung reißen. Es gilt, den täglichen Belastungen (z. B. durch Umweltgifte, ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel und schlechte Atmung) aktiv entgegen zu wirken. Nach und nach können dann mit der richtigen Atemweise die Selbstheilungskräfte mobilisiert und ein gesundes Gleichgewicht hergestellt werden. Bestehende Krankheiten wie Asthma und chronische Bronchitis, Verdauungsstörungen, Migräne, Spannungskopfschmerz, Depressionen, Schlafstörungen und Burnout können durch gezielte Atemübungen nachweislich gelindert werden.

 

Gesundes Atmen – eine Anleitung
Atme immer durch die Nase ein. Im Gegensatz zur Mundatmung wird bei der Nasenatmung der Atem angewärmt, angefeuchtet und von groben Schadstoffen gefiltert. Den Fluss der Atmung kann man sich besonders gut vergegenwärtigen, wenn man die Luft pfeifend durch die Zähne strömen lässt. Schon fünf Minuten am Tag mit gezielter Tiefenatmung macht einen bedeutenden Unterschied und zeigt sich in erhöhtem Wohlbefinden. Nach dem Ein- und Ausatmen sollte immer eine kurze Atempause erfolgen, um Ruhe in den Rhythmus zu bringen und vollständig aus dem Stress und der Hektik auszusteigen zu können. Dies entspricht der „Atemfülle“ und der „Atemleere“ der vier Atemphasen. Bei der natürlichen Atmung kommt es aber nicht nur darauf an, die Lunge tief zu belüften, sondern auch das Zwerchfell in Bewegung zu versetzen. Alles, was den Brustkorb und die Organe darin in Bewegung versetzt, führt zu einer besseren Zirkulation. Vor allem lang andauernde sitzende Tätigkeiten lassen den Brustkorb immer unbeweglicher werden. Dabei verringert sich die Fähigkeit, viel Luft einzuatmen. Neben Atemübungen helfen auch Bewegung und ein herzlicher Lachanfall dabei, die ursprüngliche Beweglichkeit des Brustkorbs wiederherzustellen. Wenn das Zwerchfell bei einem ordentlichen Lachanfall nämlich durchgerüttelt wird, entspannt sich die Muskulatur, und der Kreislauf wird ordentlich in Schwung gebracht.

 

Abschließend wünsche ich dir nun viel Erfolg beim „tief durchatmen“ und viel Spaß beim Ausprobieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

Gesundes Atmen

Hinweis: Die beschriebenen Praktiken und Anwendungen können den Heilungsprozess unterstützen und die Selbstheilung aktivieren, jedoch ersetzen sie nicht den Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker. Bitte immer erst bei deinem Arzt oder Heilpraktiker vorsprechen.

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