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Wenn wir mit der vollen Achtsamkeit bei einer Sache sind und uns von keinem äußeren Einfluss ablenken lassen begeben wir uns in Meditation. Wir achten in diesem Moment auf all unsere Wahrnehmungen, ganz ohne ihnen eine Bedeutung zukommen zu lassen oder sie zu bewerten. Mit etwas Übung gelingt es uns, dies auch beim Gehen umzusetzen und so begeben wir uns in die Gehmeditation.
 

Der Mensch legt am Tag ca. 4.900 Schritte zurück, meist mit einem festen Ziel, um von A nach B zu kommen. Die Aufmerksamkeit ist dabei oft auf alltägliche Gedanken gerichtet und der Geist ist ständig in Aktion. Wenn wir es nun schaffen, den Weg selbst als das Ziel zu erkennen und unsere Aufmerksamkeit, weg von unseren Gedanken, hin zum Gehen selbst zu lenken, können wir so den ganzen Tag über, immer wenn wir gehen, unseren Geist beruhigen, unser Stresslevel senken und ins Gleichgewicht kommen.
 

Möglichkeit 1

Volle Achtsamkeit auf deine Sinne richten. Nimm jeden Schritt voll bewusst mit allen Sinnen wahr und beobachte dich selbst beim Gehen, aber nicht bewerten! Spüre den Boden, wenn du deinen Fuß aufsetzt, spüre den Lufthauch oder die Sonnenstrahlen auf deiner Haut, rieche den Duft des Frühlings, höre die Geräusche der zu neuem Leben erwachten Natur. Damit wechselst du den Fokus deiner Konzentration und machst den Weg zum Ziel. Probiere es einmal aus, du wirst merken, dass du mit der Zeit deine Aufmerksamkeit länger halten kannst und du weniger von aufkommenden Gedanken abgelenkt wirst. Am besten versuchst du es anfangs erst einmal zu Hause oder im eigenen Garten, da diese Art der Meditation eine starke Konzentration erfordert und man sich fühlt, als würde man gerade neu Laufen lernen. Später dann natürlich in der Natur und nach und nach sogar in jeder Alltagssituation durch die du gehst.
 

Möglichkeit 2

Diese Variante ist nicht nur die leichtere, sie verleiht einem auch sofort eine positive Ausstrahlung. Hierzu musst du nur drei Punkte beachten: Das Gehen – Das Atmen – Das Lächeln …natürlich wieder mit voller Aufmerksamkeit.

Achte einfach auf das Gehen an sich. Du machst einen Schritt, dann noch einen und noch einen. Mit anderen Worten, du gehst einfach. Konzentriere dich nun noch auf deinen Herzschlag, ähnlich wie bei der Atemübung, zähle aber nicht mit, sondern passe dein Schritttempo deinem Herzschlag an. Nun lächle einfach während du gehst und auf deinen Herzschlag achtest. Die Muskeln, die beim Lächeln beansprucht werden, haben Einfluss auf unsere gesamte Muskulatur und Körperhaltung. Und ein freundliches Lächeln lässt uns doch auch gleich viel sympathischer auf unsere Mitmenschen wirken. Du wirst sofort einen Unterschied merken. Du bist aus dem Gedankenkarussell ausgestiegen, bist viel konzentrierter bei der Sache und hast ein wunderbar positives Gefühl dabei. Vielleicht steckst du ja sogar andere Menschen mit deinem Lächeln an und machst so die Welt doch ein kleines Stück positiver.


Nun wünsche ich dir viel Spaß beim Ausprobieren.

 

 

 

 

 

  

Achtsamkeit mit jedem Schritt